Walter Thomas Casanova (1918-1999), Bildhauer und Maler

Auch wenn der Künstlerkomet Walter Casanova 1999 am Zürcher Kunsthimmel erloschen ist und während seines 50-jährigen Wirkens kaum bemerkt wurde, ist es  höchste Zeit, dieses leuchtende Gestirn der Stadt Zürich endlich vor Augen zu führen. Während vielen Jahren wandelte sich der hochbegabte Bildhauerschüler im Schatten des lauschigen Böcklinateliers im Kreis 7 unter der Ägide des Bildhauers Otto Münch zum Meisterschüler und zu dessen rechten Hand, die zahlreiche Bildwerke in der Stadt und seiner Umgebung hervorbrachte. Dass sich hinter dieser Bildhauergestalt aber noch eine zweite Künstlerseele, ein wahrhafter Malerkomet verborgen hält, davon hatte man in Zürich keine Ahnung. Der Künstler selbst hielt sein Werk  bis zuletzt zurück. Im Schutze des Ateliers seines Schwiegervaters, des Malers Heinrich Altherr, vermochte er gänzlich unbemerkt ein malerisches Oeuvre von expressionistischer Sprengkraft voll leidenschaftlicher Hingabe hervorzubringen. Ein Einblick in sein Werk kommt einer schon lange fälligen Offenbarung gleich und stellt in seiner Intensität ein künstlerisches Vermächtnis an seinen Wirkungsplatz Zürich dar.

Text: Adrian Hossli, Giswil



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